Killerspiele?
Dieser ziemlich lange SpOn Artikel hat mich mal zu ein paar Gedankengängen angeregt.
Erstens mal finde ich diese ganze Gewaltspiele Diskussion ziemlich sinnlos, denn ich denke die meisten die so laut dagegenschreien haben nichtmal selber so ein Spiel gespielt. Jemand der gesund im Kopf ist wird durch Spiele nicht gewaltbereiter, und alle die meinen ein Spiel bei dem man Menschen töten müsse wäre krank/pervers/schlimm/etc. können vielleicht eher nicht “gesund” zwischen Spiel und Realität unterscheiden.
Ausserdem frag ich mich was die Hemmschwelle heruntersetzt? Meiner Meinung nach eher wenn anstatt Blut irgendwelches grünes Zeug “spritzt” und die “Leiche” weggebeamt wird? Vermittelt das nicht viel mehr eine Illusion das “töten sauber ist”? Hier sind meiner Meinung nach eher die Eltern gefragt die ihre Kinder richtig erziehen und ihnen den Unterschied zwischen Spiel und Realität bewusst machen.
Und auch wenn viele sowas als gefährlich einstufen, dann sollen diese Spiele eben nur an Personen ab 18 verkauft werden. Ich finds einfach nur grässlich das man hierzulande bei z.B. Command & Conquer aus Menschen Robotern gemacht hat. Und Generals wurde trotzdem indiziert, ich weiss den genauen Grund nicht mehr, aber ging es nicht darum das der Krieg verherrlicht wurde? War da nicht die tägliche Berichterstattung in den Medien - per embedded Journalists - viel Kriegsverherrlichender? Es wurde da schon irgendwie eine Illusion vom schellen “sauberen” Krieg vermittelt. Ausserdem wurde auch immer der Vergleich gezogen das der Krieg immer mehr zum Videospiel wird, also vielleicht liegt “das Problem” ja am Krieg und nicht am Videospiel?
Ein positiver Effekt von Spielen wie Counterstrike wäre denke ich noch das man dadurch lernt das Teamplay wichtig ist, wenn keiner da ist der einen den Rücken frei hält wird man schnell gefraggt.
Ein weiterer Punkt in dem SpOn Artikel ist das Spiele so konstruiert sind das sie möglichst einfach sind, und dadurch bei Spielern sich die Frustrationstoleranz sinkt…
Erstens: würde das höchstens auf Single Player Spiele zutreffen, und selbst da erhöht sich die Schwierigkeit mit dem lauf der “Story”, normalerweise muss mann dann einige Stellen mehrmals spielen um das richtige timing und die richtige vorgehensweise zu finden (vorausgesetzt man spielt ohne cheats).
Zweitens: hat das mit Spielen wie Counterstrike die rein Multiplayerbasiert sind mal überhaupt GARNIX zu tun. Ich erinnere mich daran als ich das erste mal Counterstrike gespielt habe, da habe ich erstmal ein paar Tage gespielt um überhaupt einen Frag zu schaffen, und dann nochmals mehrere Wochen bis ich im Spiel sagen wir mal “zurechtgekommen” bin. Man braucht zum Beispiel ein gutes Reaktionsvermögen um schnell zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, oder eine gewisse Genauigkeit (auch Aim) genannt um gut zu zielen (mal nebenbei angemerkt mein aim ist bis heute mieserabel ;))
Also vielleicht bitte lieber nicht irgendwelche scheinbar pseudo-wissenschaftlichen Studien heranziehen…